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Im November 2024 - Mit großer Trauer und in tiefer Dankbarkeit für sein vielseitiges Wirken mussten die Sänger und Freunde des Männerchores Eintracht Abschied von Friedel Bender nehmen. Unerwartet starb der jahrzehntelang aktive Vorsitzende und spätere Ehrenvorsitzende, dessen beispielhafter Einsatz den Chor über Jahrzehnte geprägt hat, im Alter von 87 Jahren. Das Porzer Kultur- und Gesellschaftsleben hat Friedel Bender ein halbes Jahrhundert lang entscheidend mit gestaltet. An der Vorstandsspitze hat er den vielfach ausgezeichneten Männerchores von Erfolg zu Erfolg geführt und dafür gesorgt, dass konzertante Musik ihren Platz im Porzer Kulturleben und in den Herzen zahlreicher Besucher gefunden hat.
Das jüngste Adventskonzert seiner Eintracht, in dessen Vorbereitung Friedel Bender noch aktiv involviert war, hat er nicht mehr erleben dürfen. Die Sänger trugen sein Andenken aber im Herzen, als sie auf der Bühne des Rathaussaales sangen und das Publikum begeisterten.
Die Eintracht verliert mit Bender einen Motor, der den 1889 gegründeten Chor seit einem von ihm initiierten Gürzenich-Konzert im Jahr 1963 erfolgreich geführt hat. Mit seinem Mut, seinen unkonventionellen Ideen, sängerischer Motivation, Traditionsbewusstsein und Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderungen war er ein Vorbild. Die Eintracht als musikalische Gemeinschaft erlebte Konzertreisen bis hin nach China, Brasilien, Südafrika und in die USA, die Bender und seine Ehefrau Monika allesamt jeweils vor Ort vorbereitet hatten. Der Chor warb auf internationalen Bühnen für den Gesang und wurde allein sieben Mal als Meisterchor des Deutschen Sängerbundes ausgezeichnet.
Friedel Bender hat soziales und gesellschaftliches Engagement von Jugend an zu seiner Aufgabe gemacht. Nach dem Tod des Vaters musste er als 18-Jähriger Verantwortung für das Wohl von Mutter und Schwester übernehmen, samt Schuldenlast aus der väterlichen Baufirma. Das hohe Verantwortungsgefühl prägte sein Leben, beim Arbeiten und Abendstudium, im erfolgreichen Aufbau einer eigenen Architektur- und Baufirma und beim großen Engagement in weiteren Vereinen. Die Tennisabteilung des TV Westhoven hat er gegründet, wesentlich aufgebaut und gefördert. Friedel Bender hat zudem den Umbau des Engelshofs zum Kultur- und Bürgerzentrum mit angestoßen, sich zu Zeiten der Stadt Porz im Bauausschuss des Rates politisch engagiert und als dem Frohsinn zugetaner Rheinländer die KG Uhus unterstützt.
Seine Leidenschaft galt aber zuvorderst der Eintracht. Die Entwicklung des Chores vom eher klassischem Repertoire hin zu kölschen Klängen hat er mit Herz und Verstand begleitet, für den Förderverein geworben, junge Menschen zur sängerischen Mitwirkung gewonnen. Die Eintracht war ihm mehr als nur ein Chor, er betrachtete sie als ein Stück Heimat und Lebensgefühl, und das konnte er auch den Mitsängern, Förderern und Freunden vermitteln.
Bei alldem war seine Familien ihm die Hauptsache und ein Quell von Stolz und Freude. Seine Frau Monika hat ihn im Engagement nachhaltig unterstützt, Tochter und Sohn samt Familien sind gleichfalls ins Eintracht- Leben hineingewachsen. Friedel Benders Lebenswerk weiterzuführen und mit Gesang weiter Freude zu stiften betrachtet die Eintracht als eine schöne, zukunftsweisende Verpflichtung, wie der heutige Vorsitzende Peter Schumacher deutlich macht.